Öko-Tipps für den Start in die Gartensaison

Ein nachhaltiger Garten ist mehr als nur ein Trend. Er ist eine Notwendigkeit, die uns hilft, die Natur zu schützen, Ressourcen zu schonen, Müll zu vermeiden und die Artenvielfalt zu fördern. Durch einfache Maßnahmen wie den Verzicht auf Chemikalien und den Einsatz von natürlichen Materialien können wir einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

 

Gartenarbeit ist nicht per se umweltfreundlich. Es besteht ein weitverbreitetes Missverständnis, dass sie an sich schon einen positiven Beitrag zur Umwelt leistet. Ohne entsprechende Maßnahmen kann sogar das Gegenteil der Fall sein. Die Wahl der Pflanzen, die Bewässerungspraktiken und sogar die Art des Saatguts können ungewollt Klima und Natur belasten.

 

Ökologischen Fußabdruck verringern

Beginnen wir mit einem Tipp, der relativ einfach umzusetzen ist: Schaffen Sie sich eine Regentonne an. Auch wenn es hierzulande im Vergleich zu anderen Regionen viel regnet, sollten wir Wasser verantwortungsvoll nutzen und es sammeln – es ist eine kostbare Ressource. Effizientes Gießen gelingt bestens, indem Sie zusätzlich die Bewässerungszeiten optimieren und auch das Kochwasser zum Gießen verwenden.

 

Um einen umweltfreundlicheren Lebensraum zu schaffen, verzichten Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel und elektrische Gartengeräte. Nutzen Sie stattdessen natürlichen Dünger und ziehen Sie nach Möglichkeit Handarbeit vor. Zudem kann der Einsatz von Solarpanelen und die Reduzierung künstlichen Lichts den ökologischen Fußabdruck Ihres Gartens weiter verringern.

 

Lebens- und Schutzräume schaffen

Schaffen Sie ein lebendiges Ökosystem direkt vor der Haustür. Fördern Sie den Artenschutz und stärken Sie die Biodiversität, indem Sie nektar- und pollenreiche Pflanzen anbauen und Schutzräume für Tiere und Insekten schaffen. Lokale Pflanzen sind für die heimische Tierwelt von Vorteil, ebenso das Bereitstellen von Nistplätzen und Futterquellen. Es ist schlimm genug, dass die konventionelle Landwirtschaft Lebensräume in Monokulturen verwandelt und häufig chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger einsetzt. Dabei sind es besonders die Insekten, die unter dem Mangel an Nahrung leiden.

 

Die Wiederverwertung von Abfällen und die Anlage eines Komposthaufens sind weitere wichtige Elemente eines nachhaltigen Gartens. Küchen- und Gartenabfälle in Kompost umzuwandeln, liefert nicht nur wertvollen Bio-Dünger, sondern reduziert auch die Menge des anfallenden Mülls.

 

Augen auf beim Gartenmöbelkauf

Verzichten Sie auf Plastik und entscheiden Sie sich stattdessen für Möbel aus Holz. Diese können Sie auch Second Hand erwerben, das gilt auch für diverse Töpfe und anderen Gartenutensilien, die andere nicht mehr brauchen, Ihnen aber nützlich sein können. Das Upcycling von genutzten Gegenständen ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch kreativ und inspirierend. Anstatt Materialien wegzuwerfen, können sie neu verwendet und in den Garten integriert werden, was sowohl ökologisch als auch ästhetisch von Vorteil ist.

 

Das natürliche Ökosystem unterstützen

Eine natürliche Gestaltung der Gartenumgebung trägt ebenfalls zur Nachhaltigkeit bei. Verwenden Sie beim Anlegen von Wegen Naturmaterialien und schaffen Sie, sofern es die Fläche erlaubt, mit einem Teich eine natürliche Kühlungszone.

 

Schließlich ist es wichtig, Mischkulturen und Fruchtfolgen zu beachten, um einen gesunden, produktiven Garten zu fördern. Die Vielfalt der Pflanzenarten und die richtige Abfolge ihrer Anpflanzung verbessern die Bodenqualität und unterstützen das natürliche Ökosystem. Dies führt zu einem reicheren, widerstandsfähigeren Garten.

 

Ebenfalls empfehlenswert ist die Verwendung von samenfestem und Bio-Saatgut, um den Einsatz von Gentechnik im Garten zu vermeiden. Zudem lässt sich auf diese Weise wertvolles Saatgut für das nächste Jahr gewinnen. Und zu guter Letzt sollten Sie sich für torffreie Pflanzenerde entscheiden, um den durch deren Abbau verursachten CO2-Ausstoß zu verringern.

 

Fazit

Ein nachhaltiger Garten ist somit nicht nur eine Quelle der Freude und Schönheit, sondern auch ein entscheidender Schritt in Richtung eines umweltbewussteren und verantwortungsvolleren Lebensstils. Durch nachhaltiges Gärtnern und Ernten können wir einen positiven Einfluss auf unseren Planeten haben und gleichzeitig die Natur genießen, die uns so viel gibt.


Viel Freude in der neuen Gartensaison!

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