Nachhaltige Sonnencremes – so schützen Sie sich richtig

Immer öfter sieht man am Strand Kinder und Jugendliche, die spezielle Shirts tragen, um sich vor schädlicher Sonnenstrahlung zu schützen. Trotzdem kann man nicht ganz auf Sonnencreme verzichten, und man ist gut beraten, sich für eine umweltfreundliche zu entscheiden.

 

Laut einer Studie von „Springer Nature“ zerstören bis zu 14.000 Tonnen an Sonnenschutzprodukten jährlich Korallenriffe und damit den Lebensraum vieler Pflanzen- und Fischarten, die langsam daran sterben. Die in den konventionellen Cremes enthaltene Inhaltsstoffe sind biologisch nicht abbaubar und wasserunlöslich. Insbesondere Oxybenzon und Benzophenon können Korallen und Krustentiere vergiften sowie die Geschlechtsentwicklung von Fischen stören.

 

Nanopartikel in Kosmetika und somit auch in Sonnencremes sind ebenfalls bedenklich. Im Meerwasser bleichen sie die Korallenriffe aus und werden von ihnen absorbiert. Noch ist nicht vollständig geklärt, wie Nanoteilchen im menschlichen Körper wirken. Es wird aber angenommen, dass sie die DNA stören und krebserregend sein können. Deswegen ist seit 2013 die Angabe „Nano“ vor dem jeweiligen Inhaltsstoff auf kosmetischen Produkten verpflichtend. Genauso schädlich sind die in konventionellen Sonnencremes enthaltenen Mineralöle.

 

In Deutschland setzen sich landwirtschaftliche Bio-Betriebe und Tierschutzorganisationen seit über 10 Jahren für die männlichen Tiere ein. So entstand die Bruderhahn Initiative Deutschland (BID): Die nutzlose Tötung sollte verhindert und die Verbraucher*innen auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Die Initiative ist ein Erfolg, denn diese Ziele wurden erreicht: Mittlerweile beteiligen sich mehr als 25 landwirtschaftliche Betriebe und Handelsunternehmen der Bio-Branche an der BID und der Begriff „Bruderhahn“ ist gut etabliert. Sogar die konventionellen Handelsketten haben das Problem erkannt und entwickeln eigene Konzepte. 

 

Nicht nur auf den LSF achten

Konventionelle Sonnencremes haben chemische Filter, die in die Haut eindringen und Schutz bieten, indem sie die UV-Strahlen absorbieren. Sie reagieren mit der Haut und wandeln das Licht in Wärme und Infrarotstrahlen um. Problematisch sind die chemischen Filter insbesondere für Allergiker und Kinder, aber auch für Schwangere und stillende Mütter, denn sie können im Körper wie Hormone wirken. Neben Filtern wirken Parabene, Silikone und hautreizende Duftstoffe wie Gift auf den Körper.

 

Bio-Sonnencremes wirken hingegen physikalisch, da sie einen mineralischen Lichtschutzfilter verwenden. Dieser legt sich wie ein Film auf die Hautoberfläche und reflektiert, absorbiert und streut die UV-Strahlung. Allerdings ist er sichtbar und bringt den oftmals ungeliebten „Weißeffekt“ mit sich. Es gibt aber auch Bio-Sonnencremes, die aus verkleinerten mineralischen Substanzen bestehen, entsprechend kaum noch zu sehen sind und sich etwas besser auftragen lassen.

 

Sie sind also gut beraten, auch bei Sonnencremes auf zertifizierten Naturkosmetikprodukten zurückzugreifen. Prüfen Sie vor dem Kauf die Inhaltsstoffe auf der Packung. Gutes Gewissen kann man sich buchstäblich eincremen – probieren Sie es aus. Damit tun Sie nicht nur der Umwelt, sondern auch Ihrer Haut etwas Gutes.

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