DIY: Nachhaltiger Christbaumschmuck

In genau 22 Tagen funkeln und glitzern festlich die Christbäume in unseren Wohnzimmern. Leider ist Christbaumschmuck heutzutage nur selten umweltfreundlich. Lametta und Christbaumkugeln enthalten giftige Stoffe. Glitzer in Schnee- oder Glitzersprays besteht häufig aus PET. Dieses Mikroplastik kann in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut werden. Das Kompostieren von besprühten Weihnachtsbäumen und Materialien ist nicht mehr möglich und gehört folglich in den Restmüll.

Der Trend zurück zu natürlichem und nachhaltigen Baumschmuck ist immer mehr zu beobachten. Denn nicht nur pompös geschmückte Weihnachtsbäume erzeugen festliche Stimmung. Orientiert man sich an alten Traditionen, entdeckt man wesentlich umweltfreundlichere Möglichkeiten, die ebenfalls eine fröhliche und weihnachtliche Atmosphäre schaffen. Damals schmückten nur wenige und natürliche Elemente den Baum. Äpfel, Nüsse und Zuckergebäck gehörten von Anfang an zum beliebtem Baumbehang. Früher wurden dafür kleine Füllbehälter gebastelt in die man kleine Leckereien gepackt hat, wie Mandeln, Schokolade oder Zucker. Diese Täschchen durfte man als Kind dann räubern.

Für alle, die ihren Weihnachtsbaum dieses Jahr nachhaltig schmücken möchten, gibt es mittlerweile viele umweltverträgliche Alternativen. Dazu gehören Nüsse, getrocknete Orangenscheiben, Stoffbänder, Selbstgebasteltes aus Papier, Holz, Stroh, Kaltporzellan, Salzteig oder Wachs. Auch Essbares wie Plätzchen oder Obst bringen weihnachtliche Stimmung. Und recyceltes Metall sorgt für Glanz im Christbaum.

Wir haben drei Varianten für Sie ausgesucht, die ganz einfach zu basteln und obendrein eine kreative und weihnachtliche Beschäftigung für Sie und Ihre Kinder in der Adventszeit sind.

Lebkuchen-Baumschmuck zum Naschen (essbar)

Zutaten:
250 g Butter, weich
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
500 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz

Zubereitung:
1. Alle Zutaten in einer Schüssel zusammenrühren und zu einem Teig kneten.
2. Den Teig für etwa eine halbe Stunde kaltstellen.
3. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig darauf ausrollen.
4. Nun Plätzchen in beliebigen Formen ausstechen.
5. Um die Plätzchen später mithilfe einer Schnur aufhängen zu können, benötigt jedes Plätzchen ein kleines Loch. Stecken Sie dafür ein kleines Holzstäbchen an der gewünschten Stelle in das Plätzchen und lassen dieses während dem Backen stecken. So wird verhindert, dass das Loch sich im Ofen wieder verschließt.
6. Die Plätzchen nun auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und im vorgeheizten Backofen für etwa 10 Minuten bei 175 Grad backen.

Sind die Plätzchen fertig gebacken und abgekühlt, kann das Holzstäbchen entfernt werden. Anschließend geht’s ans Verzieren. Hier darf jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen. Mit weißem Zuckerguss gelingen Beschriftungen, Muster oder Ornamente sehr gut, z.B. kleine Gesichter oder grafische Linien. Mit bunten Streuseln oder Zuckerperlen kommt Farbe ins Spiel. Wer es knallig mag, färbt den Zuckerguss mit Lebensmittelfarbe – Hauptsache essbar. Sobald die Verzierung getrocknet ist, wird noch ein hübsches Schleifenband oder Paketband durch das Loch gefädelt – und fertig ist Ihr essbarer Weihnachts-Schmuck!

Weihnachtlicher Haselnusskranz (nicht essbar)

Material:
• Je nach Wunsch, geschälte (hell) oder ungeschälte (dunkel) Haselnüsse
• Heißklebepistole
• Deckel von leeren Marmeladengläsern in verschiedenen Größen
• Geschenkband oder Juteschnur

Anleitung:
1. Die Marmeladenglas-Deckel mit der Innenseite nach oben auf den Tisch legen. Die Innenseite dient als Schablone und Halt während des Klebevorgangs.
2. Nun die ungeschälten Haselnüsse sorgfältig entlang des Deckelrandes platzieren. So entsteht ein hübscher Haselnuss-Kranz.
3. Als nächstes wird geklebt. Dafür die Heißklebepistole anschalten und warten, bis der Kunststoff flüssig geworden ist. Die Nüsse Stück für Stück aus dem Kreis nehmen, seitlich mit Heißkleber betropfen und zurück an ihren Platz im Marmeladenglas-Deckel aneinanderkleben.
4. Das fertige Haselnuss-Kränzchen gut abkühlen lassen. Am Ende mit einer Schleife aus Geschenkband und ggf. einem kleinen Tannenzweig dekorieren.

Anhänger aus Wachs für den Christbaum (nicht essbar)

Material:
• Zwei Kochtöpfe in unterschiedlicher Größe für das Wasserbad (das kleinere Gefäß kann auch eine Schüssel aus Metall sein)
• Backblech mit hohem Rand
• Backpapier
• Plätzchenformen
• Gewürze wie Nelken, Sternanis oder kleine Zimtstangen
• Kleine Erlen-Zapfen, Eicheln oder andere Naturmaterialien
• Bienenwachs* oder andere Wachsreste
• Nadel oder feine Stricknadel
• Schleifen- oder Paketband

*Bienenwachsplatten erhält man beim Imker oder im Bastelladen

Anleitung:
1. Das Backblech großzügig mit Backpapier auslegen.
2. Die Wachsreste in den kleineren Topf geben, diesen in den größeren mit Wasser gefüllten Kochtopf stellen und bei mittlerer Hitze im Wasserbad schmelzen lassen.
Das Wachs nicht zu heiß werden lassen, weil es zum Spritzen anfängt. Die Dochtreste entfernen.
3. Das Backblech mit einer dünnen Wachs-Schicht bedecken und darauf die Ausstechformen platzieren.
4. In die Mitte jeder Form z.B. einen Anisstern, Nelken, eine Zimtstange oder bunte Holzkügelchen legen.
5. Die Ausstechförmchen mit weiterem Wachs auffüllen. Verwendet man verschiedenfarbige Kerzenreste, kann man für die zweite Schicht eine andere Farbe nehmen. Nur so hoch auffüllen, dass die Deko herausschaut.
6. Wachs kalt werden lassen.
7. Anhänger vorsichtig aus den Formen herausnehmen.
8. Eine Nadel oder dünne Stricknadel kurz über eine Kerzenflamme halten (nicht direkt in die Flamme, sonst bleibt Ruß daran) und ein Loch zum Aufhängen in die Anhänger stechen.
9. Dünnes Schleifenband oder Paketband durch das Loch ziehen, dann sind die Anhänger bereit für den Weihnachtsbaum.

Hinweis: Nicht über Kerzen hängen!

 

UNSER TIPP:

Wir haben Sie inspiriert? Hier finden Sie mehr Ideen für nachhaltigen Christbaumschmuck:

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