Kaffee – fairer Anbau und Röstung

Kaffee ist eines der am meisten konsumierten Getränke weltweit, der zweitwichtigste Exportrohstoff und der Pionier unter den Fairtrade-Produkten, da er als ehemaliges „Kolonialprodukt“ die unfairen Bedingungen am Weltmarkt besonders gut aufzeigt. Doch was genau bedeutet es, dass Kaffee fair angebaut und geröstet wird?

 

Fairtrade-Kaffee ist inzwischen weit verbreitet, und immer mehr Verbraucher sind sich bewusst, dass es wichtig ist, Kaffee zu kaufen, der unter fairen Bedingungen angebaut und gehandelt wird.


Hinter einer Tasse Kaffee stehen viele Menschen: Sie kümmern sich um die Pflege der Pflanzen, die Gewinnung der besten Bohnen, die Verbesserung der Produktionsverfahren und deren Nachhaltigkeit. Peru, Costa Rica und Kolumbien sind drei der größten Kaffeeproduzenten in Lateinamerika. Auch wenn die Mehrheit der Finkas nach wie vor konventionell betrieben werden, setzen Experten in kleineren Kooperativen vermehrt auf biodynamischen Anbau, achten besonders auf den Fermentationsprozess oder auf den Moment, in dem die Bohnen geröstet werden. Alle drei Stufen sind wichtig, um einen aromatischen Kaffee herzustellen.

 

Einer der Schlüsselaspekte beim fairen Anbau ist der Umweltschutz. Wenn dieser nachhaltig erfolgt, schützt er die Böden und reduziert den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln. Außerdem werden die natürlichen Ressourcen geschont und die Artenvielfalt gefördert. Kaffeebäume wachsen im Schatten von anderen Bäumen und können so länger und gesünder wachsen. Dadurch können sie auch mehr Kaffeebohnen produzieren.


Fairer Kaffeeanbau bedeutet ebenfalls, dass Kaffeebauern fair entlohnt werden und unter angemessenen Bedingungen arbeiten. Sie erhalten einen fairen Preis und können so ihre Lebensgrundlage sichern, sich weiterbilden und entwickeln.

 

Bei der Röstung ist ebenfalls zu beachten, dass alle an der Produktion beteiligten Menschen fair behandelt werden und dass der Röstprozess so schonend wie möglich durchgeführt wird. Eine faire Kaffeeröstung beginnt mit fair gehandeltem Kaffee. Was den Prozess betrifft, so sollte er so schonend wie möglich durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass der Kaffee seinen vollen Geschmack entfaltet und sein Aroma behält. Eine zu starke Röstung kann Aroma und Geschmack beeinträchtigen. Eine schonende Röstung benötigt jedoch mehr Zeit und Energie, was zu höheren Kosten führen kann. Diese lohnen sich jedoch, weil ein fairer Umgang mit den Mitarbeitern dafür sorgt, dass die Qualität des Kaffees auf lange Sicht erhalten bleibt.

 

Fairtrade-Labels

In Deutschland gibt es mehrere Labels und Zertifizierungen, die auf Fairtrade-Kaffee hinweisen:

 

Das Fairtrade-Siegel 
Dieses Siegel wird von der gemeinnützigen Organisation Fairtrade International vergeben und bedeutet, dass der Kaffee nach den Fairtrade-Standards angebaut und gehandelt wurde. Der Preis, den der Produzent erhält, soll einen Mindestpreis decken und auch eine Prämie für soziale, ökologische oder wirtschaftliche Investitionen enthalten.

 

Rainforest Alliance Certified
Dieses Zertifikat wird von der Rainforest Alliance vergeben und bedeutet, dass der Kaffee aus Farmen stammt, die die Standards der Organisation erfüllen, einschließlich Umwelt- und Sozialstandards.

 

UTZ Certified 
Dieses Programm konzentriert sich auf nachhaltigen Anbau und fairen Handel und von der Non-Profit-Organisation UTZ angeboten. Das Siegel bedeutet, dass der Kaffee nach den UTZ-Standards angebaut und gehandelt wurde.

 

Es ist selbstredend, dass bei unseren oekobonus-Partnern und auch in Bio-Hotels ausschließlich Fairtrade-Bio-Kaffee erhältlich ist. Darüber hinaus gibt es zum Glück immer mehr Cafés, die zumindest einen solchen fairen Kaffee in ihrem Sortiment aufnehmen. Fragen Sie ruhig bei Ihrem nächsten Besuch danach. Denn das fördert das Bewusstsein, wie wichtig heutzutage fair gehandelte Produkte sind.

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