Veganuary: Ein gesunder Start ins neue Jahr

Oft brauchen wir nicht mal den Blick auf die Waage, um zu wissen, dass wir „etwas“ unternehmen müssen. Oder wir wollen etwas Gutes tun – uns und der Umwelt. Bewusst zu essen ist das größte Geschenk, was wir uns machen können – das ganze Jahr über.

Für einen gesunden Start ins neue Jahr gibt es viele Gründe und noch mehr Wege. Während die einen auf regelmäßigen Sport setzen, suchen andere gesunde Ernährungstipps. Da laut der WHO etwa 80 Prozent der Zivilisationskrankheiten ernährungsbedingt sind, ist die Überlegung, die eigenen Essensgewohnheiten zu hinterfragen, sicher nicht verkehrt.

Ausgewogene Ernährung – was ist das?

Eine gesunde Ernährung ist so abwechslungsreich wie möglich, damit wir unseren Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen. Sie beginnt damit, beim Einkaufen eine bunte und vielfältige Palette der Obst- und Gemüsesorten einzuplanen. Hochwertige Öle runden einen bewussten Ernährungsplan ab. Idealerweise ist der Warenkorb auch nachhaltig und möglichst saisonal.
Entscheidend ist außerdem das Verhältnis zwischen den verschiedenen Lebensmitteln. Expert*innen raten zu mindestens drei Vierteln pflanzliche Kost. Die gute Nachricht: Obst und Gemüse haben meistens wenig Kalorien, liefern aber zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine.

Veganer Versuchsmonat

2014 hat die gemeinnützige Organisation Veganuary erstmals eine gleichnamige Challenge gestartet. Ihr Ziel war simple – mehr Menschen für eine pflanzliche Ernährung zu begeistern. Wissend, dass vielen das schlechte Gewissen ähnlich wie das Käsefondue der Silvesternacht schwer im Magen liegt, hat sie das Momentum genutzt und Januar zum veganen Versuchsmonat erklärt. Mit der Kampagne 2021 hat Veganuary bereits mehr als eine halbe Million Menschen in über 200 Ländern und Regionen dabei unterstützt, im Januar eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren.

Perfekt unperfekt

Seien wir ehrlich: Eine Ernährungsumstellung fällt anfangs nicht leicht und erfordert etwas Disziplin. Spaß an der Sache muss jedoch sein. Daher gilt hier: Setzen Sie sich ruhig Ziele, werfen Sie aber nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn Sie nicht alles nach Plan umsetzen. Mit einem veganen Gericht am Tag anzufangen wäre ja schon etwas. Sie schaffen es auch nicht, drei bis fünf Mal am Tag Obst und Gemüse zu essen? Auch gut, dann trinken Sie stattdessen einen grünen Smoothie.

Bleiben Sie motiviert durch die neuen Düfte und Geschmäcker, probieren Sie einfache Rezepte aus und feiern Sie die kleinen Erfolge. Und wenn Sie jemand fragt, wo Sie denn nun Ihre Proteine herholen, dem könnten Sie diesen leckeren Salat servieren. Denn rote Linsen sind mit ihren ca. 26 g/100 g Eiweiß wahre Proteinbomben. Worauf Sie dabei mit Sicherheit ebenfalls nicht verzichten, ist der gute Geschmack. Viel Spaß und gutes Gelingen!

 

Rezept

Veganer Rote-Linsen-Salat mit Roter Bete

  • 200 g Linsen, rote
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Currypulver
  • 350 ml Gemüsebrühe
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • ½ Bund Petersilie
  • 400 g Rote Bete, gekocht
  • 1 TL Senf
  • 3 EL Apfelessig
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Agavendicksaft
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

 

Etwas Öl im Topf erhitzen und die Linsen darin mit den Gewürzen etwas andünsten. Mit Brühe ablöschen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Anschließend abtropfen und gut abkühlen lassen. Rote Bete in kleine Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Petersilie grob hacken. Alles zur Seite stellen.

Aus Senf, Agavendicksaft, Essig, Salz, Pfeffer und Öl ein Dressing mischen. Die Linsen mit Rote Bete und Frühlingszwiebeln vermengen. Das Dressing und die Petersilie untermengen und mit Pfeffer und Salz abschmecken.

UNSER TIPP:

Wir haben Sie inspiriert? Hier finden Sie weitere interessante Informationen zum Thema:

  • https://veganuary.com/de/
  • Sophia Hoffmann: „Die kleine Hoffmann: Einfach intuitiv kochen lernen“, ZS Verlag, 2021
  • Michael Greger, Gene Stone „How Not To Die”, Unimedica, 2016 (Deutsche Ausgabe)

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